Der Allgemeine-Deutsche-Fahrradclub hat wieder eine schöne Fahrradtour erlebt. Elf Radler aus dem Elbe-Weser-Dreieck hatten sich unter der Leitung von Hermann Heiße zusammen gefunden und waren fast eine Woche unterwegs. Die Cuxhavener Gruppe radelte erst durch das Land Wursten und traf sich dann mit den anderen Fahrern auf dem Bahnhof Lehe, um mit der Bahn nach Verden zu kommen. Hier radelte man durch die Gassen der Pferdestadt und folgte dem Lauf der Aller, bis in das Tal der Böhme eingebogen wurde. Mehrere Flüsse wurden begleitet, man kam durch blühende Heide, Wälder, besichtigte den Vogelpark, erreichte das Grab und das Denkmal von Hermann Löns und war beeindruckt, wie schön die Lüneburger Heide ist. Ein paar besinnliche Stunden in der Gedenkstätte Bergen-Belsen und weiter ging es zum Flugbrückendenkmal Faßberg. Die vielen Hünengräber der Oldendorfer Totenstadt wurden erwandert, unter Führung besichtigte man die alte Salzstadt Lüneburg und radelte anschließend zum Schiffshebewerk Scharnebeck und zum Dom von Bardowiek. Nicht nur als sportlicher Höhepunkt wurde die anstrengende Fahrt durch die aufgeweichten Sandwege der Wilseder Berge empfunden. Das Gepäck wurde wohlweislich mit dem Auto voraus geschickt. Fast 500 km und beeindruckende Naturerlebnisse bleiben als Erinnerung an eine herrliche Radtour.

Bericht: Behrend F. Hein

 

Fahrradtour durch die Lüneburger Heide

Erst ein Drang, dann kommt ein Zucken,
eng wird die Wohnung, und plötzlich dann
fängt es am Reifen an zu jucken,
und fragend schaut dich dein Fahrrad an.

Hermann sagt: "Da kannst was machen!"
Organisiert ganz still und leise,
und so beginnt mit Schwung und Lachen
eine wunderschöne Reise.

Von Cuxhavens Elbestrand,
wo die Sonne rot erwacht,
geht's durch grünes Wurtenland,

und ein blauer Himmel lacht.

Gut gelaunt und ausgeschlafen
sammelt sich die Fahrradherde,
und dann geht's von Bremerhaven
mit dem Zug zur Stadt der Pferde.

Durch Verdens Gassen wir dann reiten,
zur Aller geht es auch mal runter,
die wir ein Stückchen nun begleiten
durch bunte Dörfer frisch und munter.

Und dann als tolle Augenweide
mit blauen Blüten, Kiefern, Birken
grüßt uns die Lüneburger Heide,
lässt ihre Schönheit auf uns wirken.

Und in Walsrode dies Geschrei
der bunten Vögel auf grünem Blatt.
Was war das für eine Vogelei?
Wohl dem, der einen Vogel hat!

Auf Hermann Löns und seinen Spuren
durchs Blütenmeer der Heide
sah man unsre Gruppe touren,
das Wetter war wie Samt und Seide.

Es blinkt der Fluss in seiner Sonne,
und niemand will in Waldes Hallen
trotz nasser Wege und andrer Wonne
in die Flut der Böhme fallen.

Luftbrückendenkmal Faßberg hat
uns erinnert an hilfsbereite Tage,
dann die Oldendorfer Totenstadt
mit Hünengräbern in Heidelage.

Immer wieder blaue Heiderücken,
Wacholder, Birken, laue Düfte wunderbar,
wo plötzlich am See bei dem Entzücken
am Zaun die Welt zu Ende war.

In der Lüneburger Heide
siehst du viel auf Fahrradsitzen.
Wälder, Flüsse, Rehe, Weide,
elf rote Köpfe nass vom Schwitzen.

Lüneburger Gassen, Schiffshebewerk,
Bardowieker Dom, und dann das Beste.
Schlammschlacht am Wilseder Berg,
zweimal Duschen vorm Abschiedsfeste.

Wie viel wir doch gesehen haben,
auf Rädern wurde viel gelacht,
was dankbar im Herzen tief vergraben.
Hermann, das hast du gut gemacht!


Hermann Heiße und den lieben Mitfahrern unserer Radtour durch die Lüneburger Heide vom 27. August bis zum 1. September 2012 gewidmet.

Behrend F. Hein

 

 

 

 

 

 

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