Grünkohlwanderung des ADFC am 7. Februar 2016

 

Da hatten wir uns schon lange darauf gefreut, auf die diesjährige Grünkohlwanderung! Denn wir Radfahrer vom ADFC sind nicht nur im Sommer aktiv, sondern pflegen unsere Kameradschaft auch im Winter. Doch die Fahrräder blieben aus gutem Grunde besser zuhause, denn es heißt ja „Wanderung“ und dazu gehört eben auch ein Handwagen. Alles klar? Wir trafen uns morgens am Bahnhof und konnten wieder angenehm erleben, wie Jürgen und Sigrid alles still und leise vorbereitet hatten. Irgendwie erfuhr der größere Teil von uns erst auf der Bahnreise, dass unser Ziel nicht Hechthausen, sondern Hemmoor sei. Bis auf Bernd aus Dollern, der mit seinem Wagen im erstgenannten Bahnhof auf uns wartete und über Händie zurückbeordert wurde. Derweil empfing uns die amtierende Grünkohlkönigin Hilde mit einem vollgepackten Bollerwagen, der nichts zu wünschen übrig ließ. Ich will nur Tee und Kaffee erwähnen, die übrigens so gut schmeckten, dass Behrend dafür sein eigenes Gesundheitsgetränk in der Kanne erkalten ließ. Der große Rest der geistigen Nahrung beflügelte die Wanderer ungemein und Hilde wäre nicht Hilde, wenn sie ihren Weg nicht so gewählt hätte, dass immer wieder nicht einsichtige Büsche auftauchten. Sogar einen Tanklastzug hatte sie an einer Ecke geparkt, damit auch die Männer nicht auf ihren intimen Schutz zu verzichten brauchten. Werner v. S. war der einzige zünftige Wanderer mit Spazierstock und hätte dafür schon einen Orden verdient. Fast zwei Stunden ging es kreuz und quer durch Warstade bis unsere Gaststätte erreicht war. Hunger hatte sich selbstverständlich durch Wandern und Bollerwageninhalt eingestellt und die Wirte hatten das Essen so vorbereitet, dass gleich aufgetragen wurde. Etwas verwundert betrachteten wir die blauen Teller und palaverten herzhaft darüber. Grüner Kohl auf blauem Untergrund, das war uns neu und wohl der Beginn einer neu entstehenden IKEA- Esskultur! Wir konnten wieder die verschiedenen Traditionen des Grünkohls erleben. In diesem Ort kennt man keine Pinkelwurst und streut auf die Bratkartoffeln Zucker bis der leicht karamellisiert. Hat aber geschmeckt! Nach einem gewissen Sättigungsgrad, der immer wieder durch die kleinen durchsichtigen Gläser hinausgeschoben wurde, kam eine behagliche Stimmung auf, die zu Erinnerungen ermunterte. Wie zum Beispiel: „Weißt du noch…?“ Die großen Radtouren, begonnen von Bernd über Jürgen, Herrmann und nun auch den Oldenburgern wurden lachend hervorgebracht. Die Abend- oder Nachmittagstouren, die Thermenausflüge, alles wurde besprochen. Und dabei erfuhren wir auch, dass es Willy, Olli und Karl- Heinz im Augenblick nicht so gut ging. Alle haben an sie gedacht und ihnen eine gute Besserung gewünscht! Außerdem werden uns die Donnerstagswitze vom verstorbenen Werner fehlen! Es war also ein schöner Sonntag und rundherum gemütlich. Jürgen leitete schließlich die Wahl des neuen Grünkohlkönigs ein und dankte Ihrer Majestät Hilde für ihre königliche Fürsorge! Und wer wurde ihre Nachfolgerin? Unsere Erna! Ich nenne nicht ihren Nachnamen, denn wer kennt nicht Erna, die uns mit ihrem Lachen immer erfreut?! Nun ist sie die Königin und wir konnten alle feststellen, wie ernst sie ihre Würde nahm. Kaum inthronisiert, schritt sie würdevoll daher, so richtig majestätisch und ich frage mich, welche Haltung sie demnächst auf ihrem Fahrrad zelebrieren wird? Hilde, dankeschön, ebenfalls für Jürgen und Sigrid und Erna, die ein verantwortungsvolles Amt übernommen hat! Wir sehen der nächsten Wanderung entgegen und freuen uns darauf!

Behrend

 

 

 

   Thementour zum Deichmuseum in Dorum am 22. Mai 2016

 

Die sollte eigentlich schon im vergangenen Jahr stattgefunden haben, doch eine Woche vor dem Start erfuhren wir durch Zufall, dass diese Ausstellung wegen Renovierungsarbeiten geschlossen sei. Dafür bot sich ein Wunschkonzert mit einer Vorstellung der berühmten Arp- Schnittger- Orgel in Cappeln an.

Diesmal sollte es aber klappen. Der Wetterbericht kündigte gegen Nachmittag ein Gewitter mit Regengüssen an, was aber die treuen 12 Mitfahrer nicht abhielt zu erscheinen, sie zeigten denn auch während der schwierigen Fahrt gegen starken Wind ihre zähe Seite und ließen sich durch nichts erschüttern. Gleich nach Holte- Spangen fing es bei unserem Tourenleiter Behrend an zu zischen. Es stellte sich schnell heraus, dass es nicht seinem Ärger, sondern dem Hinterreifen zuzuschreiben war. Warum muss es immer der Hinterreifen sein? Da war auch die Runde platt! Das Flicken ging vor allen Dingen wegen der guten Ratschläge schnell vonstatten und man glaubte irgendwoher zu vernehmen, dass unser Anführer mit einem Male so aufgeblasen wirke! Weiter ging es munter über die Heide nach dem Arenscher Deich, wo unsere beiden Brüschkes mit Hallo begrüßt wurden. Sigrid zeigte uns ihr neues Fahrrad und bewies, dass sie sich nach ihrer Krankheit nicht unterkriegen lässt. Wie schön, dich wieder bei uns zu haben, Sigrid!

Fröhliches Radeln mit munterer Unterhaltung auf dem sich durch die Marsch schwingenden Alten Deich, bis dann bei dem durch Deichbruch entstandenen See der Weg zum Dorumer Neufeld eingeschlagen wurde. Eineinhalb Stunden Pause, die ein Jeder sich mit Essen, Bummeln oder Besuch der Nationalparkausstellung vertreiben konnte. Auf dem Fahrradweg nach Dorum kamen uns Falschradler entgegen, und siehe da, eine Dame von ihnen drängte unsere Erika vom Wege und ließ sie in den Graben plumpsen. Aber Erika hat Ostpreußenblut in ihren Adern, sie schüttelte sich nur und fragte, was denn Aufregendes gewesen sei?!

Im Dorumer Deichmuseum wurden wir von Herrn Koethe ( wie Goethe, nur mit k, stellte er sich vor ) empfangen und ich sage es schon im Voraus: Wir hätten keinen besseren Erklärer als ihn finden können! Mit seinen begeisterten, blauen Augen vermittelte er uns den Eindruck, als hätte er selber die Deiche gebaut und sei stolz darauf! Ich will nicht zu viel über die reichhaltige, liebevoll aufgebaute Sammlung sagen als dass sie toll war! Wer mehr darüber wissen möchte, hätte sich uns ja anschließen können!

Heimwärts ging es über die Dorumer Heide durch den Krempeler Wald und am Midlumer Moor entlang, das rechts unter uns mit seinem  kräftigen Grün hervorgrüßte. Uralte Bäume entließen uns zu dem Anstieg des Redutenberges. Abwärtsschwingen an Wanhöden vorbei und dann wieder hoch und am Franzenburger Baggersee vorbei.

Behrend war stolz auf die Mitfahrer, die zäh und beharrlich diese windige Strecke geschafft hatten, Dass es keine 55, sondern 70 km waren, ist wohl der Wegnerschen Kontinentalverschiebung zuzurechnen!

Herzlich! Behrend

 

 

 

         Herr Koethe erklärt das Dorumer Watt am Modell

 

 

Hase/ Ems- Radtour 2016   

 1.  Im Winter stand es tief im Keller,
      gut abgedeckt und ungenutzt.
      Und als die Tage wurden heller,
      hat man das Rad sofort geputzt.

 2.  Bremsen, Licht und auch die Reifen
      sind in Ordnung, fahrbereit,
      und nach dem Ölen und dem Seifen
      strahlt das Rad in helligkeit.

 3.  Hermann hört von diesem Glück
      und organisiert ganz ohne Zwang
      eine Tour von Osnabrück
      an der Hase/Ems entlang.

 4.  Dort die Freunde nach uns schauen,
      und nun weiß ein jeder schon
      nach einer Fahrt durch grüne Auen
      die Erkläruing von Bifurtikation.

 5.  Aus dem Häschen wird ein Hase bald,
      der silbern fließt, mal dort, mal hier.
      Wir schlängeln mit ihm durch den Wald
      und abends nach dem Bier.

 6.  Bramsche war mal gut betucht,
      Webstühle liefen unter voller Last.
      Hermann fand, was er gesucht:
      Seine Decke aus dem Knast.

 7.  Draisinestrampeln in Quakenbrück
      bringt schlappe Muskeln und rote Nase.
      Ein Fluss folgt dem andern, welch ein Glück,
      und alle Flüsse heißen Hase.

 8.  In Haselünne die Brennerei
      ein Paradies für Radler war.
      Man trank die Körner frisch und frei
      bis man die Hase doppelt sah.

 9.  Ob Meppen, Moormuseum oder Lingen,
      alles hat uns Spaß gemacht,
      Kameraden, die uns Freude briongen,
      gemeinsam haben wir gelacht.

10. Es waren wunderschöne Tage,
      voll Harmonie und Sichverstehn,
      erlebnisreich, ganz ohne Frage,
      schade, dass sie zuendegehn!

11. Hermann, du hast uns toll geführt,
      ein guter Planer in schönen Stunden,
      unsre Anerkennung stets gespürt
      fast jeden Weg auch gleich gefunden!

Danke Hermann !!!

Behrend

 

 

 

 

 

                                    

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